Langes Leben für die Matratze – sechs einfache Pflege-Tipps

Die Matratze ist alt und durchgelegen – eine neue muss her? Wie man die alte Matratze richtig entsorgt und das Leben der neuen verlängern kann. 

Ohne Sperrmülltermin einfach auf die Straße legen? So sollten Sie Ihre alte Matratze definitiv nicht entsorgen. Symbolbild: Jörg Carstensen/dpa

Berlin. (dpa) Rund acht Millionen Matratzen werden laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) jährlich entsorgt, 95 Prozent davon werden verbrannt und 5 Prozent recycelt. Beim Wegschmeißen gehen also wertvolle Ressourcen verloren. Pflegt man die Matratze gut, hält sie länger – und muss nicht so schnell durch eine neue ersetzt werden. Denn: „Letzten Endes ist der Müll, der gar nicht erst entsteht, der beste Müll“, heißt es vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Sechs Pflege-Tipps, die man einfach umsetzen kann:

■ 1. Regelmäßig wenden:

Drehen und wenden Sie Ihre Matratze mindestens alle drei Monate, um den Liegekomfort möglichst lange zu erhalten.

■ 2. Verfärbungen entfernen:

Je nach Modell können Sie den Matratzenbezug waschen und so unschöne Verfärbungen und Flecken loswerden. Wichtig: Informieren Sie sich vorher mit einem Blick auf das Textilpflegeetikett des Bezugs, bei welcher Temperatur dieser gewaschen werden kann – und ob der Bezug in den Trockner kann oder an der Luft getrocknet werden muss. Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) empfiehlt, das Textil vor dem Aufhängen im feuchten Zustand einmal kräftig auseinanderzuziehen, damit es seine ursprüngliche Größe beibehält.

■ 3. Saugen:

Den Bezug kann man auch regelmäßig beim Wechsel des Spannbettlakens mit dem Staubsauger reinigen.

■ 4. Eine Matratzenauflage nutzen:

Sie wird mit Hilfe von Eckgummis zwischen Matratze und Bettlaken gespannt und schützt die Matratze und den Bezug. Es gibt auch wasserdichte oder wasserabweisende Auflagen, die sich etwa für Säuglinge und Kleinkinder oder Menschen mit Inkontinenz eignen.

■ 5. Matratzenschoner oder Topper verwenden:

Matratzenschoner liegen zwischen Lattenrost und Matratze. Sie sollen laut dem IKW verhindern, dass die Matratze verrutscht und Abriebstellen bekommt, wenn sie bei Bewegungen am Lattenrost scheuert. Topper sind zwischen vier und zehn Zentimeter hoch und werden auf die eigentliche Matratze gelegt. Ein Topper soll dem IKW zufolge nicht nur für eine Druckentlastung beim Schlafen sorgen, sondern auch die Matratze schonen. Meist werden Topper bei Boxspringbetten verwendet.

■ 6. Richtig lüften:

Ein gutes Raumklima mit niedriger Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad beugt laut dem IKW Schimmel vor. Um möglichst lange gut auf ihr zu schlafen, sollten Sie eine neue Matratze außerdem nach Möglichkeit im Geschäft testen und gründlich zur Probe auf ihr liegen, bevor Sie zugreifen. So vermeiden Sie Retouren. Ein Rat von Indra Enterlein vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu): „Es gibt die Möglichkeit, beim Kauf einer neuen Matratze Geld zu sparen und etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Manche Händler bereiten Matratzen, die nach kurzer Zeit wieder zurückgeschickt werden, neu auf und verkaufen Sie zu einem günstigeren Preis. Mein Tipp wäre, danach gezielt zu fragen.“ Muss es doch mal eine neue Matratze sein, können Sie Ihre alte auf verschiedenen Wegen loswerden, erklärt Enterlein:

■ Sperrmüll

Soll die Matratze bequem von zu Hause abgeholt werden, kann man den Sperrmüll bestellen oder die Matratze an einem festen Abhol-Termin an die Straße stellen. Ob das kostenfrei möglich ist, kann je nach Wohnort variieren.

■ Wertstoffhof

Wer die Matratze selbst transportieren kann, kann sie auch zu einem Wertstoffhof in der Nähe bringen.

■ Tausch beim Kauf einer neuen Matratze

Je nach Anbieter ist beim Kauf einer neuen Matratze die Abgabe der alten möglich. Informieren Sie sich hierüber im Vorfeld. 

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