Irgendwie cool bleiben: Die Tipps für heiße Sommertage

In den kommenden Tagen wird es richtig heiß. Was gibt es bei Temperaturen von weit über 30 Grad zu beachten? Hier sind die besten Tipps.

Bei hohen Sommertemperaturen ins kühle Nass - auch das hilft. Doch auch in Haus und Garten etwa kann man einiges tun, um damit gut umzugehen. Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

Von den dpa-Korrespondenten

Berlin. Sommer, Sonne, Spaß. Doch nicht immer und überall sind warme bis heiße Temperaturen nur toll. Wie Sie auch bei über 30 Grad gute Laune behalten – ein paar Tipps für alle Lebenslagen.

■ Tipps für kühle Wohnräume:

Gelüftet wird am besten nur vom späten Abend, wenn es merklich kühler geworden ist, bis zum frühen Morgen. Tagsüber bleiben die Fenster geschlossen und am besten auch abgedunkelt. So dringen weder die aufgeheizte Luft noch die Wärme der Sonnenstrahlen ins Haus ein. Aber: Zum Lüften tagsüber gibt es durchaus verschiedene Ansichten. Denn wenn drinnen das Thermometer immer höher steigt, ist es für viele ein erlösender Reflex, die Fenster aufzumachen und Durchzug zu erzeugen. Alternativ zum Lüften geben Ventilatoren etwas Abkühlung. Übrigens keine gute Idee ist es, nasse Laken aufzuhängen, um die Luft in überhitzten Räumen in den heißesten Stunden herunterkühlen. Zwar merkt man für kurze Zeit den kühlenden Effekt, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Aber die Verdunstung des Wassers aus dem Stoff erhöht die Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Es wird also schwüler, was die Wärme oft noch unerträglicher erscheinen lässt.

■ Tipps fürs Autofahren:

Ihr Auto ist total überhitzt? ADAC und GTÜ raten: Alle Türen, Kofferraumklappe und – falls vorhanden – das Schiebedach aufmachen, um den Wagen gut durchzulüften. Das bringt schon nach wenigen Minuten angenehmere Temperaturen. Verfügt das Auto über eine Klimaanlage, sollte man diese nicht zu niedrig einstellen und die Düsen nicht direkt auf den Körper lenken – Erkältungsgefahr. Die Wohlfühltemperatur liegt in der Regel zwischen 22 und 25 Grad. Allerdings ist es effektiv, direkt nach dem Losfahren die Anlage für kurze Zeit auf die maximale Kühlleistung einzustellen und dabei die Umlufttaste zu drücken. So wird zunächst die Luft im Innenraum gekühlt, statt gleich noch mehr warme Außenluft zu bekommen. Wer weniger als zehn Minuten fährt, schaltet die Klimaanlage aber besser nicht ein. Der Kurzzeitbetrieb bringe meist wenig und belaste den Kompressor sowie den Riemenantrieb durch das häufige Anund Abschalten, erläutert ein ADAC- Techniker. Ohne Klimaanlage kann man bei geringeren Geschwindigkeiten stattdessen die Fenster öffnen. Das sei bei höheren Geschwindigkeiten allerdings nur eingeschränkt machbar, so der ADAC.

■ Tipps für den Sport:

Die Hitze fordert unseren Körper ganz schön heraus – vor allem beim Sport. Man schwitzt besonders viel und verliert so Flüssigkeit und Mineralstoffe. Umso wichtiger ist es dann, genug nachzulegen. Viel trinken sollte man auch bei leichteren Aktivitäten wie einem Spaziergang oder einer Runde auf dem Fahrrad. „Ab einer Stunde Aktivität würde ich immer eine Wasserflasche mitnehmen“, rät Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. Und auch bevor man loslegt, sollte man am besten noch ein Glas Wasser trinken. Übrigens: Eiskalte Getränke sind beim Sport keine gute Wahl – auch wenn sie herrlich erfrischen. Denn dadurch kann sich der Magen plötzlich entleeren. Es drohen Durchfälle, wie die Verbraucherzentrale Bayern warnt. Zeigt das Thermometer 30 Grad und mehr, ist das kein Tag, an dem man von sich selbst sportliche Bestleistungen verlangen sollte. Ingo Froböse rät, sowohl die Dauer als auch die Intensität des Trainings an heißen Tagen etwas herunterzuschrauben. Außerdem sollten Sportlerinnen und Sportler auf die Signale ihres Körpers hören. Kopfschmerzen etwa können laut dem Sportwissenschaftler ein Anzeichen dafür sein, dass es dem Körper zu viel geworden ist.

■ Tipps für die Pflanzen:

Das Beste, was Sie in diesen Tagen für Ihre Pflanzen im Garten und auf dem Balkon tun können: sehr früh aufstehen. Die optimale Zeit zum Gießen ist der Sonnenaufgang. Denn dann hat sich der Boden über Nacht abgekühlt und das Gießwasser verdunstet weniger schnell, erläutert das Blumenbüro Holland. Wem der sommerlich sehr frühe Sonnenaufgang zu früh ist: Die Experten des Blumenbüros raten Langschläfern dazu, ihre Pflanzen abends so spät wie möglich zu gießen.

■ Tipps für frische Lebensmittel:

Gerade bei Sommerhitze werden Obst und Gemüse am besten unverpackt gelagert. In geschlossenen Plastikverpackungen bildet sich Kondenswasser, und die Früchte schimmeln in dessen Umgebung bedeutend schneller. Darauf weist das Bundeszentrum für Ernährung hin. An heißen Tagen können sogar kälteempfindliche Früchte für ein bis drei Tage im Kühlschrank lagern. Dazu gehören etwa Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen und Zucchini sowie die Obstsorten Ananas, Kiwi, Mango, Pfirsich, Melone und die Zitrusfrüchte. Nach dieser kurzen Zeitspanne sollte sie allerdings rasch verbraucht werden. Selbst Brot und Brötchen brauchen bei extremer und schwüler Hitze Abkühlung im Kühlschrank. Alternativ können Sie geschnittenes Brot portionsweise einfrieren und nur bei Bedarf auftauen oder gefrostet vom Toaster aufbacken lassen. 

„Ab einer Stunde Aktivität würde ich immer eine Wasserflasche mitnehmen.“

Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln

Bild: Oliver Berg/dpa 

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